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weeit III: Homeoffice – Leistungsort und anderes

 

Homeoffice – viele können das Wort schon nicht mehr hören. Trotzdem gehört es inzwischen mehr zu unserem Alltag als noch im Jahr 2019. Über Vieles wurde dazu schon geschrieben, ich möchte mich der Produktivität und Organisation widmen. Denn zu Hause können wir bis zu 100% mehr leisten und für unsere persönliche Zufriedenheit sorgen.

 

Unser Zuhause ein Ort der Höchstleistung

Die Produktivität, bei konzentrierter und störungsfreier Arbeit im Homeoffice, liegt bei 200%. Zusätzlich sparen Sie sich durchschnittlich eine Stunde Fahrzeit für die Arbeitswege.

Es gibt sogar eine Studie, die belegt, dass ein „Smarter Home-Office-Profi“ in sechs Stunden das schaffen kann, was ein „Konzernkrieger“ in zwei Tagen schafft. Großartig, oder?

Die starke Verdichtung der Arbeit und damit der Gehirnleistung bringt einerseits mehr Ergebnisse, andererseits aber auch Stress in unserem Gehirn. Unser präfrontaler Kortex, der direkt hinter unserer Stirn sitzt, ist für die Verarbeitung von Informationen verantwortlich und hat eine begrenzte Aufnahmekapazität.

Der Informationsflut, die bei stark verdichtetem Arbeiten zu Hause entsteht, ist er nicht gewachsen. Wir setzen unser Gehirn damit unter starken Stress.

 

Mit Pausen und Geschenken erhalten wir uns selbst die Freundschaft

Um diese wunderbare Effizienzsteigerung dauerhaft zu erleben, uns zusätzlich auch gesund zu halten und zufriedener zu machen, empfehle ich Ihnen drei Dinge:

  • Planen Sie Pausen ein!
    Damit meine ich 5 bis 10 Minuten pro Stunde um ihrem Präfrontalkortex die Chance zu geben, die Informationen zu verarbeiten. Ist dieser nämlich voll, können wir nicht mehr planen und priorisieren, wir werden langsam und machen Fehler. Nach einer Pause haben Sie wieder volle Energie und sind leistungsfähiger als vorher. 
  • Machen Sie sich einen Tagesplan!

    Wir sind zu Hause doppelt so produktiv wie an einem Tag im Büro. Es ist daher ratsam, sich bewusst zu machen: Was schaffe ich an einem Tag in der Firma. Das sollte grundsätzlich die Richtschnur sein, was sich auch zu Hause arbeiten und sich dann bewusst machen, was haben Sie zusätzlich geschafft.

    Damit beenden Sie irgendwann das Arbeiten mit einem guten Gefühl und die Gefahr sinkt, dass Sie dauerhaft erreichbar bleiben, um zu beweisen, dass Sie auch zu Hause arbeiten.

  • Schenken Sie sich Ihre Fahrzeit!

    Sie haben einen echten Zeitgewinn, wenn Sie von zu Hause arbeiten. Die Fahrzeiten. Schenken Sie sich doch diese Zeit, in dem Sie etwas tun, worüber Sie sich freuen. Ob es ein entspanntes Bad in der Mittagspause ist, joggen gehen, schlafen oder eine ungestörte Stunde lesen. Tun Sie etwas, worauf Sie Lust haben. Das haben Sie sich verdient!

 

Konzentriertes Arbeiten – mit ein paar Regeln immer möglich

Auch wenn wir es uns vornehmen, gelingt es uns nicht immer oder manchen insgesamt nur sehr schwer, zu Hause vollkonzentriert zu arbeiten. Denn unser Heim bietet auch wunderbare Möglichkeiten sich abzulenken. Auch und gerade unangenehme Tätigkeiten werden dann gerne, wegen der dringenden Entkalkung der Kaffeemaschine, geschoben.

Es ist daher ratsam, sich selbst einige Regeln zugeben um den Produktivitätsgewinn sicherzustellen und damit mehr Freizeit zu gewinnen.

  • Starten Sie daher mit Offtime. Soll heißen, notieren Sie sich zuerst die drei wichtigsten Dinge, die Sie erledigen wollen. Erst dann gehen Sie Online! 
  • Schalten Sie Ihre Aufmerksamkeit an und Ablenkung aus. Also Handy aus oder ins „Handygefängnis“ im Flur, deaktivieren Sie Push Nachrichten.
  • Starten Sie mit den unangenehmen Aufgaben, denn je später es damit wird, um so weniger gern geht man diese an. Sind sie erledigt, ist der Rücken frei für entspanntes Arbeiten.
  • Blocken Sie sich Arbeitsphasen im Kalender, das begrenzt die Online Verfügbarkeit und Sie können konzentriert an einem Thema bleiben.

    Es ist vielleicht interessant zu wissen, dass jede Störung uns durchschnittlich sieben Minuten kostet, bis wir wieder tief in unsere Aufgabe eingetaucht sind.

  • Planen Sie zwei ‚Mail-Öffnungszeiten‘ am Tag. Das reicht für den normalen Austausch zwischen Kollegen aus und das ‚Bing‘ des Maileingangs lenkt Sie nicht permanent ab.

    Kommunizieren Sie Ihre Reaktionszeit bei Ihrer Führungskraft und Kollegen, dass niemand überrascht ist, wenn Sie nicht umgehend antworten.

  • Beobachten Sie Ihre Arbeitszeiten – wann gelingt es Ihnen am ehesten in einen Flow – Deep Work – zu kommen. Morgens? Abends?

    Vielleicht probieren Sie eine Stunde früher zu starten oder zwei Stunden Mittagspause zu machen, dafür am Abend länger zu arbeiten. Deep Work lässt Ihnen die Arbeit leicht von der Hand gehen, nutzen Sie auch diesen Leistungsbooster, es wird Sie zufriedener machen. 

  • Definieren Sie Ihren Arbeitsplatz und Ihre Privatbereiche. Daher: Keine Arbeit im Bett! Und sollte Ihr Esstisch Ihr Arbeitsplatz sein, prima. Räumen Sie aber alles weg, wenn Sie essen oder andere private Dinge dort erledigen.

 

Homeoffice und Kinder

All die bisher genannten Tipps empfehle ich Ihnen auch, wenn Sie zu Hause arbeiten und Ihre Kinder ebenfalls Daheim sind. Allerdings wird sich das ein oder andere, je nach Alter der Kinder, nicht oder zumindest nicht vollumfänglich umsetzen lassen. Und ich weiß aus eigener Erfahrung wovon ich spreche. 

Daher habe ich hier noch ein paar weitere Tipps, wie Sie Ihr Arbeiten im Homeoffice auch mit Ihren Kindern gut gestalten können: 

  • Planen Sie Ihre Kinder- und Familienphasen in Ihren Tagesplan ein. Am besten am Abend zuvor mit allen Beteiligten.

    Dabei sollten auch bedacht werden, welches Spieleangebot Sie machen möchten bzw. wie sich Ihr Kind in stillen Stunden beschäftigen kann. Was gibt es zu essen, wer es macht und wann wird aufgeräumt, sollte auch gleich mit besprochen werden.

  • Führen Sie gut verständliche Zeichen ein.

    Beispielsweise Bilder an der Tür oder ein Aufsteller auf dem ein:

    „Willkommen, du kannst gerne rein“,
    „Onlinetermin“ oder
    „Bitte nicht stören“ für ungestörte Arbeitsphasen,

    für die Kinder deutlich ersichtlich ist. 

  • Vereinbaren Sie auch familienfreundliche Home-Office-Zeiten mit Ihrer Führungskraft und den Kollegen, halten Sie dabei Ihre Erreichbarkeit schlank. Auch die zwei Mailöffnungszeiten und geizigen Online-Anwesenheiten verhelfen zu einem harmonischen Miteinander zu Hause. 
  • Beziehen Sie Ihre Kinder in die Planung und Ihre Tagesorganisation ein. Die Kinder können oft viel mehr, als wir ihnen zutrauen, und freuen sich meistens zu helfen. 
  • Planen Sie Wochenaufgaben statt täglicher ToDos. Denn vermutlich kennen das alle Eltern, hat Ihr Kind einen schlechten Tag, egal ob 3 Jahre alt oder 12, ist Ihre Tagesplanung vollkommen uninteressant.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesem Blogbeitrag ein paar Tipps, einerseits für produktives Arbeiten, andererseits für mehr Zufriedenheit und entspannteres Arbeiten im Homeoffice mit auf den Weg geben.